24 Stunden
Leider – und so ist das nunmal – hat ein Tag nur 24 Stunden. Und so ist es schon wieder eine ganze Weile her, dass hier ein paar Zeilen neu hinzukamen. Hier und heute, es ist ja nicht so, als gäbe es nichts zu berichten, möchte ich die letzten Wochen einmal Revue passieren lassen.
Was ist also passiert in den letzten Wochen? Leider, und so muss man das wirklich sagen, ist seit dem Artikel «Im Alltag angekommen» in Sachen klein Jonah und seine Leiden nicht wirklich positives passiert. Da dies aber auch nicht so ganz stimmt, fange ich einfach dort an, wo ich beim letzten Mal schloß. Die Diagnose KISS hat sich leider bestätigt. So waren wir dann auch auf dem Weg zu einem Orthopäden, der sich auf Neugeborene und Babies spezialisiert hat. Dieser befindet sich in Hannover und hat nach einem Röntgenbild eindeutig feststellen können, dass eine Ursache für das Schreien unseres kleinen eindeutig KISS ist. Zu diesem Zeitpunkt waren wir ebenso erleichtert wie erschüttert, denn es ist nun schließlich doch etwas Körperliches, was den Kleinen ärgert. Bis zu diesem Punkt konnte uns niemand helfen, und nun das. ABER, und so waren wir uns schnell einig, nun wird es besser werden. Wir werden einen kleinen zufriedenen Sohn haben, der weniger schreit, und uns viel Freude macht. Nunja, so funktioniert das Leben aber nicht.
Zunächst ist positiv, dass nun tatsächlich eine körperliche Ursache für unser kleines Schreiproblem existierte, und dieses schließlich behoben werden konnte. DOCH …! Wie immer im Leben kommt es am Ende doch anders. Unser Eindruck ist, dass die nun beseitigte Blockade im Nacken, Kapazitäten frei werden ließ, um nun all die anderen kleinen und großen Erfahrungen und Eindrücke im Leben viel besser aufzunehmen. Koliken hatte unser Kleiner bislang nicht, jetzt aber, nachdem KISS kein Thema mehr ist, mag der Kleine wohl nun auch dies besser wahrnehmen können. Er ist so aufmerksam, wenn er einen guten Tag hat, dass er alle Eindrücke aufsaugt wie ein Schwamm. Vielleicht mag dies an manchem Tag einfach zu viel sein, so dass er auch aus diesem Grund schreit. Aber wohin hat all das geführt, was KISS uns bescherte?
Verspannungen waren das Resultat. Und nach Meinung unseres Osteophaten waren die Methoden des Orthopäden in unseren, das heißt in Jonahs Fall, nicht gerade der ideale Weg. Nun jedoch zeigt auch die osteopathische Behandlung langsam Wirkung, so dass wieder mehr Zeit ist, auch hier an dieser Stelle von unserem kleinen Spross zu berichten.
Nun kommt für mich – Marco, der stolze Papa – alles auf einmal. Am 1. Oktober fängt das Studium an, dann haben wir hier noch immer ein wenig mit unserem kleinen Schreihals zu tun, und eigentlich gibt es immer mehr zu berichten, aber auch immer weniger Zeit dafür. Da ein Tag aber bekanntlich nur 24 Stunden hat, und das Hinzunehmen der Nacht nicht wirklich mehr Zeit bereithält, hoffe ich dennoch, auch weiterhin hier die neuesten (alten) Neuigkeiten der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen zu können. Bis dahin …