Freude oder Trauer?
Nun ist es nicht mehr lang und Jonah kann seinen ersten Geburtstag feiern. Darauf freuen wir uns schon sehr, denn es ist SEIN Fest und er wird bestimmt viel Freude mit Geschenken und den Menschen haben.
Allerdings… Ich muss dann wieder anfangen zu arbeiten.

Vor der Geburt wollte ich am liebsten gleich am 22.07.2009 wieder los, damit ich meinen Job nicht loslassen muss. Heute haben sich die Prioritäten verschoben und wir spielen Lotto, damit ich vielleicht noch die Chance bekomme, ein Jahr länger zu Hause bleiben zu können. Ich liebe meinen Job und ich möchte sofort wieder los, aber nicht ohne Jonah.
Das Wissen, ihn zu (mir nicht wirklich) fremden Menschen in die Krippe zu geben, ihn den ganzen Tag nicht zu sehen und immer so weit fahren zu müssen, falls doch mal etwas ist und er seine Mama dringend braucht, ist schon nicht so schön. Sein erstes Wort oder seine ersten freien Schritte erleben wir vielleicht nicht gemeinsam mit ihm. Könnte man da nicht sofort heulen?
Aber so ist das wohl in der heutigen Zeit. Frauen sind keine Hausfrauen mehr und es gibt auch keine Chance, für immer zu Hause zu bleiben, wenn man zwei Autos und ein Haus unterhalten muss.

Der Vorteil an unserer Krippenlösung ist: Oma ist dort! Das gibt ein gutes Gefühl der Geborgenheit für mich und natürlich auch für Jonah. Aber Oma ist eben nicht immer griffbereit, hat auch mal Urlaub oder ist krank.
Am Anfang wollten wir gern einfach 100000Euro oder mehr im Lotto gewinnen. Dann wurde es immer weniger, denn man will ja nur ein wenig was am Haus machen und in den Urlaub fahren, das Auto abbezahlen. Nun aber muss ich sagen, mir würde ein ziemlich kleiner Betrag reichen, der mir ein Jahr lang noch das gemeinsame Leben mit Jonah ermöglicht.
Aber so ist es im Leben nunmal. Man kann nicht alles haben und wir sind nicht bei “Wünsch dir was”, sondern bei “So isses” und somit bleibt mir nur, die restliche Zeit zu genießen, also hol ich den kleinen Mann jetzt wieder aus seinem Bett, denn er ist nach einer halben Stunde schon wieder wach.